Luft besteht zu etwa 21% aus Sauerstoff. In biologischen Klärstufen müssen Gebläse enorme Mengen Luft in die Becken pressen, um den Mikroorganismen den nötigen Sauerstoff für den Abbau organischer Stoffe zu liefern. Doch ist das effizient?

Das Problem mit der Umgebungsluft

Wenn wir Luft in Wasser einblasen, müssen wir auch die 79% Stickstoff mitbewegen. Dies erzeugt einen hohen Energieaufwand und limitiert die Sauerstoff-Transferrate. Bei steigender Belastung der Anlage stoßen luftgeführte Systeme schnell an ihre Grenzen.

Der Engineering-Vorteil: Durch den Einsatz von Rein-O2 kann die Kapazität bestehender Becken um bis zu 50% gesteigert werden, ohne bauliche Erweiterungen vornehmen zu müssen.

Vorteile von technischen Sauerstoff-Systemen

  • Massive Reduktion des Energieverbrauchs der Gebläse.
  • Geringere Geruchsbildung durch bessere Sättigung.
  • Präzise Steuerung der Sauerstoffwerte in Echtzeit.
  • Ideal für Stoßbelastungen in industriellen Klärwerken.

Besonders in der Lebensmittelindustrie oder bei Papierfabriken, wo die CSB-Werte stark schwanken, ist die Flexibilität von technischem Sauerstoff unschlagbar. Die Investition in O2-Injektionssysteme amortisiert sich oft innerhalb kürzester Zeit durch die eingesparten Stromkosten.